Sonntag, 27. Januar 2013

Rezi #21 Hello Kitty muss sterben von Angela Choi



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Eine junge Chinesin in San Francisco: Den Traditionalismus ihrer Eltern im Kreuz und die Herausforderung totaler Freiheit vor sich, trifft Fiona Yu einen alten Schulfreund Sean wieder, der sich vom Außenseiter zum eleganten Serienkiller gemausert hat. Gemeinsam erleben sie eine rasante Zeit jenseits aller gängigen Klischees von Leidenschaft und Sex. Dass eine gehörige Zahl von Menschen für diese Vision mit dem Leben bezahlt, ist es ihnen wert.
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(von Amazon)

Cover
Pink ist eigentlich nicht meins. Doch ich empfand es mal als "etwas anderes", denn pink habe ich definitiv noch nicht in meinem Bücherregal stehen.

Inhalt
Am Anfang habe ich gedacht, dieses Buch sei ein "Abklatsch" von "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche. Silikondildo und irgendwelches Betäubungsgel usw. Aber es hat sich dann doch als eine Art Krimi herausgestellt. Ich finde es nicht schön, dass Fi sich und andere Asiatinnen immer als Hello Kitty bezeichnet. Muss nicht unbedingt sein, aber vielleicht gehört es ja zum Buch dazu. Ich hätte es nicht gebraucht.
Dass Fi so sehr mit Sean anbandelt ist mir auch relativ schleierhaft. Ich meine, er bringt Menschen um, lässt sie sogar noch seine Opfer aussuchen und sie vermisst trotzdem die Treffen mit ihm, wenn er mal keine Zeit hat? Ich würde sofort das Weite suchen!
Fi fängt dann auch an Leute umzubringen, weil sie es angeblich verdient hätten. Jack, weil er ihr Boss ist. Don, weil er ihr aufgezwungener Verlobter ist. Sean, weil er nicht für das büßen soll, was er getan hat.
Ich weiß nicht. Vielleicht sollte das Buch lustig sein oder das ganze Umbringen von Menschen als amüsant darstellen, aber durch dieses "Lass mich Gottes Werk verrichten" und dem anscheinenden Motto "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss", wird alles für mich eher ins markabere gezogen.
Ich finde es nicht nötig da "Gott" oder sonstiges hineinzuziehen. Ich bin nicht gläubig, aber sowas muss trotzdem nicht sein.
Und dann die Desktophintergründe von Fi's Computer. Ich meine, muss es sein Serienkiller auf dem Desktop zu haben, als Anwältin? Ist Fi seelisch nicht ganz fit und müsste vielleicht einmal einen Psychiater aufsuchen? - Besser nicht, den würde sie vielleicht auch umbringen...

Schreibstil
Trotz des Inhaltes ist der Schreibstil gut und man kann das Buch schnell lesen. Ich finde die Sequenzen mit den Songtexten nicht schlecht, denn sie lockern alles ein wenig auf. Alles in allem, eine sehr gute Schreibleistung.

Fazit
Auch wenn mir das Buch inhaltlich nicht ganz so gut gefällt, bin ich trotzdem froh auch einmal so etwas gelesen zu haben. (Ich hab zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt... hab mich dann für 4 entschieden...)

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