Sonntag, 27. Januar 2013

Rezi #26 Der Club der toten Dichter von Nancy H. Kleinbaum



>>>Todd Anderson und seine Freunde vom Welton Internat können kaum glauben, daß sich ihr Schulalltag völlig verändert hat, seit ihr neuer Englischlehre John Keating sie aufgefordert hat, aus ihrem Leben etwas Besonderes zu machen. Von Keating ermuntert, lassen sie den vor Jahren gegründeten Club der toten Dichter wiederaufleben - einen Geheimbund, in dem sie frei von Zwängen und Erwartungen ihren Gefühlen freien Lauf lassen können. Als Keating ihnen die Welt der Dichter erschließt, entdecken sie nicht nur die Schönheit der Sprache, sondern auch die Bedeutung des Augenblicks. Doch schon bald stellt sich heraus, daß die neugewonnene Freiheit tragische Konsequenzen hat . . .<<<

Das Buch ist einfach zu lesen und lässt sich in einem Rutsch durchlesen. Es ist Nancy H. Kleinbaum gelungen es so spannend aufzubauen, dass man es am liebsten öfters lesen will (dies war mein zweites Mal - das erste Mal war glaube ich vor 3 o. 4 Jahren).

Immer wenn ich am Ende des Buches bin, muss ich weinen (wie grade vor ein paar Minuten geschehen..)..
Es ist nicht so, dass ich besonders weinen muss, weil Neil gestorben ist, sondern ganz zu schluss, wenn die Klasse Keating einen Tribut zollt, wie ihn wohl kaum ein Lehrer jemals bekommen hat.
Ich bin immer völlig in der Geschichte drin.. völlig mitgerissen..
Schüler einer Schule, die von ihren Eltern in Berufe reingedrängt werden, die sie gar nicht erlernen wollen. Lehransprüche von Lehrern/Lehrplänen und Notenansprüche von Eltern, die einfach kaum zu schaffen sind.
Psychischer Druck in einer befremdlichen und wenig authentischen Gegend wie Welton. Sowas spornt einen doch zum Lernen an, oder?... - Eher nicht!
Ich kann durchaus verstehen, wieso sich die Gruppe von Jungen, im 'Club der Toten Dichter' vor dem Druck ihrer Welt auf sie, flüchten. Und wieso sie sich von Lehrer John Keating so beeinflussen lassen - meiner Meinung nach positiv! (Wie aber nicht jeder meint, wie man schon im Buch lesen kann.)
Keating ist ein Freigeist und versucht genau das - freies, individuelles Denken - an seine Schüler weiterzugeben. Es klappt! Nur es wird nicht von allen so gut geheißen, wie von Keating und sienen Schülern selbst. Was ich blöd finde, aber in der Zeit, zu der das Buch spielt, nicht unüblich war. Da waren freidenker nicht erwünscht. Alle mussten sich dem unterordnen und dem fügen, was andere ihnen vorgaben.

Ein gut ausgesuchtes Thema für ein Buch und eine wunderbare Umsetzung von Nancy H. Kleinbaum.
Den Film habe ich nie komplett gesehen, obwohl ich Robin Williams unglaublich gerne in Filmen sehe. Vielleicht irgendwann mal. Das Buch überzeugt mich so sehr, dass ich nicht weiß, ob ich mir das wohlmöglich mit dem Film versauen möchte.
Punkte 5 von 5

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