Sonntag, 27. Januar 2013

Rezi #40 Extrem laut und unglaublich nah von Jonathan Safran Foer



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Erzählt wird die Geschichte des neunjährigen Oskar Schell, dessen Vater bei den Terroranschlägen des 11. September 2001 ums Leben gekommen ist. Oskars Verhältnis zu seinem Vater war sehr eng und geprägt durch viele spielerische Rituale, wie das gemeinsame Durchschauen der New York Times auf Fehler hin. So glaubt Oskar, nachdem er in den Hinterlassenschaften seines toten Vaters einen mysteriösen Briefumschlag mit dem Namen Black gefunden hat, auf ein letztes Rätsel seines Vaters gestoßen zu sein – eines, das ihm auch seinen unerwarteten Tod zu erklären vermag.
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Das Cover
Ich finde die Covergestaltung wunderbar! Ist mal wieder etwas schön kreatives.

Schreibstil/Inhalt
Der Schreibstil hat mich geradezu durch das Buch fliegen lassen. Ich musste immer wieder weiter lesen und habe so die über 400 Seiten fast spielend leicht geschafft.
Die inhaltliche Gestaltung ist wahnsinnig gut. Also ich meine, die ganzen Bilder, das rot umkreiste (auch wenn ich noch immer nicht weiß, wieso gerade diese worte Buchstaben und Satzzeichen markiert sind), die Seiten mit verringertem Zeilenabstand... gestalterisch sehr wertvoll!
Der Inhalt des Buches ansich ist.. etrem und unglaublich. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Ich habe nicht alle Details im Buch verstanden. Manchmal hat Oskar zum Beispiel Dinge plötzlich in der Hand gehabt, die vorher nicht beschrieben waren. Ich kann mir nur vorstellen, dass Herr Foer beim Schreiben eine bestimmte Vorstellung gehabt hat und einfach wusste, dass Oskar nun etwas in der Hand hielt und es für ihn Sonnenklar war, dass er irgendetwas seiner Mom oder Oma gab, wovon vorher nichts geschrieben stand.
So geht es mir beim Schreiben auch oft.

Wie geschrieben, ich habe nicht alles verstanden, aber das macht auch nichts.. In dem Buch muss ich nicht alles verstehen. Die Hauptsache ist, dass ich verstehe was in Oskar, Oma und Opa vorgeht. Der Rest, die kleinen Details auf die ich mich sonst stürze, spielen keine Rolle.

Fazit
Ich bin froh das Buch gekauft zu haben, nachdem ich es schon seit Jahren mal lesen wollte. Damals, als die Twin Towers einstürzten, war ich nicht so beeindruckt. Ich meine, ich war 8 Jahre alt. Meine Mom und ich saßen vor dem Fernseher und sahen zu, wie zwei riesige Wolkenkratzer in sich zusammen krachten und ich fragte meine Mom, wieso sie weinte.
Heute verstehe ich es längst und bin jedesmal wieder aufs neue berührt und mir steigen Tränen auf, wenn ich Bilder von diesem Tag sehe. Ich bekomme einen Kloß im Hals und muss die Tränen unterdrücken.
Ich bin froh, dass Jonathan Safran Foer sich der Aufgabe gestellt hat, ein solches Buch, über einen solchen Tag zu schreiben.
5 von 5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Ich fand das Buch auch total herzergreifend, gab so das ein oder andere mal wo die Tränen dann doch hochkamen

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